Heinrich Schliemann (1822 - 1890)

Heinrich Schliemann war ein berühmter deutscher Altertumsforscher. Er wurde am 6. Januar 1822 in Neubukow (Mecklenburg) als fünftes von neun Kindern in einer Pfarrerfamilie geboren. Sein Vater erzählte ihm oft die klassischen Sagen des griechischen Altertums. Von Kindheit an träumte er von den Ausgrabungen der altgriechischen Stadt Troja. Aber sein Kindheitstraum erfüllte er, als er fast 50 Jahre alt wurde.

In der Schule lernte er nicht lange. Er verliess sie mit vierzehn Jahren, da er Geld verdienen musste. Es verging viel Zeit, ehe er reich wurde. Zuerst kam er zu einem Kaufmann in die Lehre und arbeitete später einige Jahre in Amsterdam als Kaufmann.

Schliemann war als Sprachgenie bekannt, er erlernte 17 Sprachen. Zu dieser Zeit kannte Heinrich Schliemann schon sechs Sprachen. Er konnte fliessend sprechen und gut schreiben Niederländisch, Englisch, Französisch, Spanisch, Italienisch und Portugiesisch. Zum Erlernen von Sprachen erfand er seine eigene Methode: viel laut lesen und viel auswendig lernen. Dann lernte er noch Russisch und fuhr nach Sankt-Petersburg, um sein Geschäft dort zu gründen.

In Amsterdan und Sankt-Petersburg verdiente er viel Geld und mit 26 Jahren war er schon Millionär. Von Russland ging er nach Amerika. Dort gründete er eine Bank. Seine 16. Fremdsprache, die er erlernte, war Griechisch. Er interessierte sich sehr für griechische Geschichte. Besonders interessierte ihn Troja, die legendäre Stadt, die er aus Homers "Ilias" kannte. Die Griechen führten zehn Jahre den Krieg gegen die Trojaner und besiegten sie. 

In Griechenland fand er auch seine Lebensgeführtin. Sie hiess Sophia Engastroménos und war wie er von den Helden Homers begeistert.

Schon als 48-jähriger begann Schliemann mit den Ausgrabungen in Hissarlik, nicht weit von Dardanellen. Dort sollte nach seiner Meinung Troja liegen. Nach kurzer Zeit fand er tatsächlich Troja. Die Goldschätze von Troja schenkte er dern Berliner Pergamonmuseum. Schliemanns Tätigkeit wurde anerkannt, und er genoss Weltruhm.

Schliemann starb am 26. Dezember 1890 in Neapel nach einer Ohrenoperation. Seine Leiche wurde von Freunden nach Athen überführt und dort im prächtigen, von Ernst Ziller entworfenen neoklassizistischen Mausoleum auf dem Ersten Friedhof von Athen beigesetzt.

Sophia Schliemann

Schliemann-Museum in Ankershagen

Schliemann-Denkmal in Schwerin

Schliemann-Mausoleum in Athen

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