Das Leben der deutschen Jugendlichen

Ferien. Zu den beliebtesten Ferienorten deutscher Jugendlicher im Ausland gehören, wie bekannt, Österreich, Spanien, Italien. Man genießt die schöne Natur, man erholt sich, man bewundert die weltbekannten Sehenswürdigkerten und bildet sich. Auf den Autobahnen in Richtung Süden gibt es im Sommer lange Staus. Die jungen Leute trampen hier. Sie wollen per Anhalter nach Italien fahren. Es gibt noch Ferien am Meer - das bedeutet: baden, segeln, am Strand liegen, sich sonnen, frische Luft genießen, auch Wanderungen machen, Sport treiben oder auch faulenzen. Wer sich vor der Sonne schützen will, sitzt oder liegt unter einem bunten Sonnenschirm. Radtouren mit Übenachtungen in Jugendherbergen, reiten, fischen — das und noch vieles andere gehört auch zu den Sommerferien.

Zersplitterung in Subkulturen. Die deutsche Jugend zerfällt immer mehr in Grüppchen, Cliquen und Einzelgänger. Die Jugendszene in Deutschland ist heutzutage zersplittert in Kulturen und Subkulturen, Cliquen und Einzelgänger: Punks, Techno-Freaks, junge Christen, Sportbesessene, Bodybuildner, Neonazis, Autonome, Hippies, Computerkids, Umweltschützer... Und sie zersplittern immer schneller. Einige Jugendgruppen eint nichts, andere teilen miteinander einzelne Ansichten oder Interessen. Die meisten deutschen Jugendkulturen sind inter­national und in fast allen westlichen Gesellschaften ähnlich.

Sehnsucht nach Individualität. Eine geschlossene Weltanschauung haben die meisten jungen Deutschen nicht. In Schulen, Universitäten und Betrieben sind sie wenig aktiv. Sie sind keine Rebellen. Die Identifizierung mit Cliquen findet in der Freizeit statt. Weltanschauung ist mehr oder weniger Privatsache: Techno-Fans sitzen nach dem durchtanzten Wochenende wieder brav im Büro. Wenn man die Welt schon nicht ändern kann, dann will man wenigstens Spaß vom Leben haben. Das bedeutet Rückzug ins Private und Verlust von Gemeinsinn und Solidarität: Einer politischen Partei gehört ein Prozent der 13- bis 25jährigen an; 13 Prozent engagieren sich in Burgerinitiativen. Dabei sind sie nicht unpolitisch, sondern von Politikern und Parlamenten enttäuscht. Nur 5 Prozent akzeptieren Parteien, 64 Prozent akzeptieren Greenpeace. Ideologien haben bei ihnen so gut wie keine Chance.

Hobbys. Manche Jugendlichen lesen gern Liebesromane, historische Romane, spannende Abenteuerbücher, Science-fiction-Literatur, Räubergeschichten, Gespenstergeschichten, Witze, Comics. Manche lesen auch die Werke der klassischen Literatur, Gedichte, ernste Sachbücher. Aber spannende Krimis lesen die Ju­gendlichen am liebsten. Aber es gibt auch die Jugenlichen, die es sehr langweilig finden, allein am Tisch zu sitzen, in der Stille über ein Buch gebeugt und die Augen über die Seiten wandern zu lassen. Viele dieser Jugendlichen sind "Medien­kinder", die stundenlang vor dem Fernseher sitzen. Dabei wollen sie sich nicht unbedingt informieren oder etwas lernen, sondern einfach nur auf angenehme Art die Zeit vertreiben. Der Bildschirm kann sie auf einfache Weise von allen Problemen ablenken. Eine große Menge Stoff wird geboten, eine spannende Szene folgt der anderen, und selbständiges Denken wird nur sel­ten gefordert.

Nicht nur Fernsehen, sondern auch Computerspiele sind bei den Jugendlichen sehr beliebt. Der Computer hat seinen Siegeszug um die Welt angetreten. Die Computerindustrie steigert von Jahr zu Jahr ihre Umsätze. In Deutschland wie in vielen Ländern wurde bereits der Umgang mit Computern als Unterrichtsfach in den Schulen eingeführt.

Probleme. Wie die Jugendlichen in vielen anderen Ländern, haben die deutschen Jugendlichen die ähnlichen Probleme: Liebeskummer, Probleme mit den Freunden, Suche nach sich selbst und nach seinem Stellenwert im Leben, kein Taschengeld, Stress in der Schule (Probleme mit den Lehrern, mit den Noten). Viele deutsche Jugendliche haben Probleme mit ihren Eltern und hauen oft von Zuhause ab. Erwachsenen haben Angst um sie und kontrollieren sie zu viel. Sie haben zu Jugendlichen kein Vertrauen.Manche Jungen und Mädchen in Deutschland leiden unter Gewalt zu Hause, in der Schule und auf der Straße. Einige Jungen und Madchen rauchen viel, trinken viel Alkohol und nehmen Drogen. Oft werden sie rauchsüchtig, alkoholsüchtig, drogensüchtlig. Die alkohol- und drogensüchtigen Jugendlichen schwänzen oft den Unterricht. Aber noch gefährlicher ist es, daß sie ihre Gesundheit ruinieren und nicht verstehen, was sie erwartet. Einige Schüler schwänzen oft die Stunden. Manche machen das aus Angst vor autoritären Lehrern. Sie sind schüchtern und versagen als Persönlichkeit.

Wünsche. Das Zusammenleben in der Familie ist den meisten Kindern wichtiger als Taschengeld oder ein eigenes Zimmer, jedes fünfte Kind wünscht sich vor allem, da seine Eltern mehr mit ihm gemeinsam unternehmen. Das ist das wichtigste Ergebnis einer Umfrage bei 15 000 Kindern aus ganz Deutschland. Nur für einen geringen Teil der Jugendlichen stehen materielle Dinge ganz oben in der Wunschliste. Mehr Taschengeld, mehr Spielzeug oder ein eigenes Zimmer sind für die meisten Kinder wenig attraktiv. Sie wünschen sich vor allem Mitbestimmung in allen Lebensbereichen. Elf Prozent aller Kinder möchten gern, daß sie von den Erwachsenen ernster genommen werden. 14 Prozent wollen mehr Zeit mit den Eltern verbringen. Nur jedes 25. Kind ist mit seiner Situation zufrieden. Viele Kinder wurden sogar Opfer bringen, um die Welt zu verändern. Aus Sorge um die Umwelt — ein Hauptthema der Fragebogen — wäre fast jedes zweite Kind bereit, einen Teil des Taschengeldes zum Schutz der Natur auszugeben.

Traumberufe der Jugend. An erster Stelle der Traumberufe steht bei Jungen und Mädchen ein künstlerischer Beruf — Schriftsteller, Maler, Fotograf usw. Aber nur wenige Künstler können von ihrer Arbeit leben. Die übrigen Berufsziele klingen realistischer. Dabei gehen die Wünsche von Frauen und Männern weit auseinander. Mädchen bevorzugen Pflege- und Lehrberufe, Jungen finden technische Berufe attraktiv. Sie wollen hart arbeiten, Karriere machen und viel Geld verdienen. Dafür sind sie auch bereit, den Wohnort zu wechseln. Wichtig sind auch ein gutes Betriebsklima, Spaß an der Arbeit und nette Kollegen.

Die meisten bei den Eltern. Die meisten 18- bis 25jährigen strecken ihre Beine noch unter dem elterlichen Tisch aus. Fast zwei Drittel (636 von 1000) der jungen Erwachsenen wohnen mit ihren Erzeugern unter einem Dach. Das geht aus einer Untersuchung des Statistischen Bundesamtes hervor. Nur ein gutes Drittel hat das Elternhaus verlassen. Die meisten davon sind verheiratet oder wohnen mit einem Partner oder einer Partnerin zusammen. Der Rest lebt als Single, als Alleinerziehende(r) oder mit Freunden und Bekannten in einer Wohngemeinschaft.

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